Leonberger Zeitung vom 02.04.26 | Flemming Nave
Manche Geschwister sehen sich zum Verwechseln ähnlich, bei Maik und Kevin Bauer vom TSV Flacht ähnelten sich zumindest ihre Treffer, die den 2:1-Sieg über die SKV Rutesheim II sicherten.
Für das Duell, das im Februar aufgrund der Platzverhältnisse in Flacht hatte verschoben werden müssen, bekam Rutesheims Interimstrainer Jörg Moch in Marc Geist und Patric Vaihinger erneut Unterstützung aus dem Landesliga-Team. Deren Trainer Christopher Baake und sein Assistent Alexander Wellert verfolgten die Begegnung ebenso wie Michael Schürg, Trainer der SpVgg Renningen, sowie einige seiner Schützlinge.
Der TSV Flacht triff zweimal den Pfosten
Sie alle sahen die Führung der SKV-Zweiten in Minute 24, Angelo de Pilla veredelte einen Steckpass von Lucas Nothacker. Insgesamt kam der TSV Flacht zu mehr Torchancen, bloß blieben diese ungenutzt. Christopher Welsch und Robin Schwenker trafen nur die Torpfosten, SKV-Torwart Davide Drlje zeigte zudem eine starke Flugeinlage gegen Schwenker.
Nach der Pause gelang dem TSV aber schnell der Ausgleich, Kevin Bauer schob aus halbrechter Position ins linke untere Toreck (49.). Sekunden später gelang Bruder Maik der dritte Alu-Treffer des TSV.
Nun hatten die 2026 unbesiegten Flachter die Überhand gegen eine SKV, die am Sonntag bereits eine Führung verspielt hatte. In der 73. Minute kopierte Maik Bauer den Treffer seines älteren Bruders von der anderen Seite und erzielte aus halblinker Position ins untere rechte Eck den 2:1-Siegtreffer. Beim Abschluss zog er sich jedoch einen Krampf zu und wurde ausgewechselt. Zehn Minuten später holte sich Rutesheims Paul Jauß seine zweite Gelbe Karte (in Folge Gelb-Rot) ab und verließ den Platz vorzeitig, der protestierende de Pilla wurde verwarnt.
Maik Bauer sammelte in den letzten drei Spielen sieben wichtige Scorer. „Das gibt mir Selbstvertrauen“, strahlte er. Genau das fehle seinem Team derzeit am meisten, betonte Jörg Moch. Er fürchtete jedoch nicht, dass dieses unter den verspielten Führungen leiden könne. Flachts Trainer Björn Wenninger litt als Ex-Stürmer besonders unter dem Chancenwucher seiner Spieler. Das wichtige Erfolgserlebnis lässt die TSV-Kicker durchatmen, Flacht steht nun sieben Zähler vor der SKV. „Abstiegskampf ist brutal“, seufzte Jörg Moch. Seiner Mannschaft kommt die anstehende Osterpause nun sehr gelegen.

