• Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

News

1. Bundesliga: Saisonendspurt beginnt - Blaubären Flacht in Aachen

Für die Binder Blaubären TSV Flacht neigt sich die erste Saison in Deutschlands höchster Spielklasse langsam dem Ende zu. Am Sonntag steht das erste der drei letzten Saisonspiele an, die Mannschaft reist in den tiefen Westen

Noch drei Spiele für den TSV Flacht
Eine knappe Woche nach der schmerzhaften Heimniederlage gegen den ETV Hamburg sind die Binder Blaubären TSV Flacht wieder auswärts gefordert. Es ist Endspurt angesagt, am 14. März bestreitet der TSV sein letztes Saisonspiel, zuvor stehen aber noch zwei weitere Duelle an. Die NRW-Clubs machen den Anfang, am kommenden Sonntag gastieren die Flachter Blaubären erstmals in der Volleyball-Hochburg Aachen.

Bereits im Hinspiel den Favoriten gekitzelt
Zum Hinspiel empfing Flacht die Ladies In Black, wie sich die erste Mannschaft des PTSV Aachen nennt, im Dezember kurz vor Weihnachten. Getreu allen Regeln des Volleyballs siegte der seit 2008 erstklassig vertretene Favorit gegen den frisch aufgestiegenen Außenseiter mit 3:0. Dabei konnten sich die Flachter dennoch teuer verkaufen und lieferten eine achtbare Leistung ab.

Aachen spielt gut in der Spur
Aachen spielt erneut eine solide Saison. Gleichauf mit dem USC Münster führt die Mannschaft das Verfolgerfeld hinter den vorderen Vier der Liga an. Zehn Siege aus 18 Spielen sprechen klar für die Ladies In Black. Angeführt von Top-MVP Celine Jebens (sechs Medaillen), die im Sommer aus Wiesbaden kam, haben die Aachener um Trainerin Mareike Hindriksen den großen Umbruch des Sommers solide umgesetzt.

Als Außenseiter gut geliefert
Erneut gehen die Ladies In Black als turmhoher Favorit in das Duell gegen die Flachter Blaubären. Doch der rebellische Aufsteiger will wie schon in Münster zeigen, dass man in der Lage ist, große Gegner zu ärgern. In der Sporthalle Neuköllner Straße wird am Sonntag ab 16:00 Uhr das einzige Ligaspiel des Wochenendes ausgetragen, einen Tag nach dem Zoi-DVV-Pokalfinale in Mannheim. Flacht steht also unter Beobachtung, aber als Außenseiter hat der TSV Flacht immer am besten performt.

Text: FN | Binder Blaubären TSV Flacht
Foto: Marc Pflüger


Sensationelle Aufholjagd der Blaubären wird nicht belohnt

Nach dem 0:2-Rückstand gegen den ETV Hamburg sah in der Heckengäusporthalle alles nach einer klaren Angelegenheit gegen die Binder Blaubären TSV Flacht aus. Doch die Mannschaft kämpfte sich in beeindruckender Weise zurück ins Spiel. Der Lohn blieb dennoch aus.

Der mysteriöse Heimspiel-Fluch
Vor der erneut restlos ausverkauften Weissacher Bärenhöhle, die auch im neunten Heimspiel des Premierensaison im Oberhaus die maximale Auslastung erreichte, hatten die Blaubären einen Fluch zu brechen. Im dritten Heimspiel gegen den ETV Hamburg sollte der erste Heimsieg her. In den Aufeinandertreffen der beiden Aufsteiger hatte es bis dato ausschließlich Auswärtssieger gegeben, die langen Reisen waren es also für den Gast jedes Mal wert gewesen. Dieser schwarzen Heimserie wollte das Team von Manuel Hartmann nun ein Ende setzen.

 Kolossaler Fehlstart für den TSV Flacht
Doch zunächst lief alles gegen die Flachter Blaubären. Die Mannschaft fand nur schleppend ins Spiel und tat sich ungewohnt schwer, Leichtigkeit in ihr Spiel zu bringen. Den ersten Satz über liefen die Blaubären lange hinterher und verloren schließlich deutlich mit 15:25. Auch im zweiten Durchgang sah es lange Zeit düster aus für den TSV Flacht, eine engagierte Aufholjagd kam zu spät. Mit 21:25 mussten die Blaubären auch Satz zwei an den Gast abtreten.

Satzpause leitet die fulminante Wende ein
Die Stimmung wurde in der Satzpause deutlich angehoben, dafür sorgte die begnadete Hochzeitssängerin Vivienne Music, die nach ihrem Besuch im vergangenen Dezember nun erneut mit zwei mitreißenden Performances die Halle rockte. In der Folge traten auch die Blaubären bedeutend couragierter und energischer auf, sie fanden wieder zu ihrer Leidenschaft zurück. Auch die Bärenhöhle, die mit ihren frenetischen Fans wiederholt die dreistelligen, handgemessenen Dezibel sprengte, blühte unter dem neuen Schwung der Flachter Frauen auf. Um Haaresbreite wäre die Aufholjagd schief gegangen, doch es reichte zum 25:23-Erfolg für den TSV Flacht, der damit im dritten Spielsatz wieder ausgleichen konnte. Ein Szenario, das nach den ersten Heimspielen so kaum denkbar erschien, doch die stark gesteigerten Blaubären trotzten dem Gast aus dem hohen Norden. Durchgang vier sah lange nach einer deutlichen Angelegenheit für die Blaubären aus, die es dann noch einmal spannend machten. Mit am Ende fünf Zählern Vorsprung (25:20) schafften die Binder Blaubären erneut das schier Unmögliche. Der sicheren Niederlage war das Team rund um Kapitänin Frauke Neuhaus von der Schippe gesprungen und hatte sich mindestens einen Punkt erkämpfen können. Zum ersten Mal in dieser Spielzeit mussten die Blaubären also in den fünften Satz.

Um Haaresbreite unterlegen
Dieser sogenannte Tie-Break begann für die Blaubären geradezu perfekt, Flacht knüpfte an die starken Leistungen der vorangegangenen Sätze an. Doch die zwischenzeitlich deutliche Führung der Blaubären hatte weder Sicherheit noch Bestand. Der ETV Hamburg kam zurück ins Spiel, wehrte Flachts Matchball ab und sicherte sich anschließend mit 15:17 einen denkbar knappen Auswärtssieg. Der Fluch des Heimteams war also erneut eingetreten, Flacht musste sich zum dritten Mal zuhause gegen Hamburg geschlagen geben. Dabei hatten sich die Blaubären jedoch weitaus teurer verkauft, als man es nach dem Fehlstart hätte annehmen können. Mit Mut und Leidenschaft war nach der aussichtslosen Situation doch noch der Punktgewinn gelungen.

MVP-Premiere für Franka van der Veer
Einen besonders großen Anteil hatte dieses Mal eine Spielerin, die zum ersten Mal eine MVP-Medaille in der Volleyball-Bundesliga erhielt. Sie hatte mit intensiven Abwehraktionen, stets gefährlichen Angriffen sowie mutigen Aufschlägen ihren Stempel auf das Spiel gedrückt. Nach zwei Einwechslungen in den ersten Sätzen stand sie in den letzten drei Durchgängen jeweils in der Startformation und verblieb über die volle Distanz auf dem Feld. Flachts spätester Sommerneuzugang hatte mit der Nummer vier auf dem Rücken das schwere Erbe der legendären Mittelblockerin Chrissi Werner angetreten und lieferte im Außenangriff eine überragende Leistung ab. Bereits in den vergangenen Wochen hatte Franka van der Veer unter Beweis gestellt, dass sie weit mehr als ein Edeljoker für Trainer Manuel Hartmann sein kann.

Trotz der Niederlage gibt es gute Neuigkeiten
Der Schmerz der denkbar knappen Niederlage lässt sich neben dem gewonnenen Punkt auch durch andere Aspekte vergessen. Flacht verhindert eine Punktgleichheit mit den Hamburger Gäste und hält diese weiter auf Distanz. In Anbetracht des ETV-Restprogramms gegen Suhl und Wiesbaden ist es unwahrscheinlich, dass sich daran etwas ändern wird, der letzte Tabellenplatz bleibt für die Blaubären damit hoffentlich Vergangenheit. Nicht nur das, nun klettert die Mannschaft sogar um einen weiteren Platz. Durch den Punktgewinn zieht Flacht mit den Skurios Volleys Borken gleich und schiebt sich durch das bessere Satzverhältnis am Vorjahres-Zweitligameister vorbei. Damit erreicht der TSV Flacht eine neue Höchstplatzierung in der Erstliga-Tabelle und steht mit Platz neun aktuell als bester Aufsteiger im Tableau. Ein Umstand, den die begeisterten Blaubären-Fans sicher begrüßen dürften.

Text: FN | Binder Blaubären TSV Flacht
Foto: Nils Wüchner


Flachter Blaubären wollen die Serie gegen Hamburg beenden

Am Samstag schlagen die Binder Blaubären TSV Flacht wieder in der heimischen Heckengäusporthalle II auf. Der kommende Gegner weckt sowohl positive als auch negative Assoziationen.
Am Nikolaustag 2025 schrieb der TSV Flacht Bundesliga-Geschichte. Mit 3:1 schlugen die Blaubären den ETV Hamburg und sicherten sich in der Hansestadt ihren ersten Sieg in der höchsten Spielklasse Deutschlands. Anfang Februar folge der zweite Triumph, dieses Mal über den VC Wiesbaden vor heimischem Publikum. Nach zwei darauffolgenden, einkalkulierten Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Stuttgart und Schwerin besuchen nun erneut die Hamburger das gallische Dorf im Heckengäu. Die bisherigen Besuche waren für die Blaubären allerdings wenig erfreulich.

Fünf Spiele, fünf Auswärtssiege
Seitdem die Blaubären im professionalisierten Volleyball agieren, bekamen sie es jedes Jahr mit dem ETV zu tun. Nach zwei gemeinsamen Jahren in der zweiten Bundesliga Pro zog der Turnverein aus dem Hamburger Stadtteil Eimsbüttel gemeinsam mit den visionären Flachtern ins deutsche Oberhaus. Durch die Duelle zieht sich ein roter Faden, der eigentlich gegen die Blaubären spricht. Denn in allen fünf Aufeinandertreffen der vergangenen Jahre siegte immer die Gastmannschaft. Hamburg besiegte Flacht im ersten Aufeinandertreffen in der Bärenhöhle mit 3:0, im Rückspiel revanchierten sich die Blaubären dann mit einem 3:2-Erfolg in der Hamburger Sporthalle Hoheluft. Das nächste Wiedersehen folgte in der zweiten Saison des TSV Flacht in der zweithöchsten Spielklasse, gleich zum Auftakt siegten die Frauen aus Flacht mit 3:1 im Norden. Mit einem 3:2-Auswärtssieg trübten die Gäste aus Hamburg dann das letzte Heimspiel der Blaubären in besagter Liga, bevor beide Mannschaften den Aufstieg wagten. Hernach trafen sich die beiden Kontrahenten Anfang Dezember des vergangenen Jahres, was geschah, ist Geschichte.

Die Form spricht für den TSV
Der Aberglaube spricht für die Gäste, viel mehr jedoch nicht. Der ETV Hamburg belegt nach Flachts Erfolg über den erstligaetablierten VC Wiesbaden den letzten Platz der Bundesliga-Tabelle und verzeichnet drei Punkte auf dem Konto. In der Borkener Mergelsbergsporthalle holte die Mannschaft beim Mitaufsteiger den ersten Dreier eines Aufsteigers in dieser Saison, ein weiterer kam bislang nicht dazu, im Rückspiel unterlagen die Nordlichter den Borkenern mit 1:3. Die Form der Flachter zeigt dagegen seit dem Jahreswechsel steil nach oben. Einem Satzgewinn beim USC Münster folgte der umjubelte erste Heimsieg, die Spiele gegen die übermächtigen Gegner aus Suhl, Schwerin oder Stuttgart fallen ergebnistechnisch aus der Rechnung.

Hanne Binkau: Ex-Hamburgerin macht Kampfansage
Maßgeblich am Aufschwung des großen Außenseiters beteiligt ist Außenangreiferin Hanne Binkau. Seit dem Jahreswechsel findet Flachts Nummer 8 immer mehr zur Topform, die spielintelligente 27-Jährige holte im Kalenderjahr 2026 die Hälfte aller MVP-Medaillen beim TSV, davon zwei silberne und eine goldene. Der ETV Hamburg ist ein besonderer Gegner für die Spielerin, die im vergangenen Sommer nach vier Jahren im Trikot der kommenden Gäste ihren Weg ins Heckengäu suchte. Ihre Verbundenheit zur neuen Liebe überstrahlt den Besuch der alten Weggefährten, der erste Heimsieg gegen den ETV Hamburg soll her. Hanne Binkau stellt vor dem Spiel klar: „Wir wollen diesen Heimfluch brechen. Wir wollen zeigen, dass die Halle uns gehört“!

Neuntes Heimspiel der Saison, letzte Tickets noch zu haben
Die Halle der Blaubären in Weissach öffnet am Samstagabend um 18:30 Uhr ihre Pforten, die letzten Tickets sind noch zu erwerben. Alles deutet darauf hin, dass auch das neunte Heimspiel des TSV Flacht in seiner ersten Erstligasaison restlos ausverkauft sein wird.

Text: FN | Binder Blaubären TSV Flacht 
Foto: Justus Stegemann