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News

1. Bundesliga: Binder Balubären TSV Flacht - Mutiger Auftritt vor Rekordkulisse

Was für eine Atmosphäre, was für ein Kampfgeist! Am Samstagabend bebte die Heckengäuhalle II in Weissach. Die Vorzeichen waren eindeutig: Die Binder Blaubären TSV Flacht empfingen den ungeschlagenen Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart, der in dieser Saison noch nicht mehr als zwei Sätze abgab. Doch wer dachte, die Gastgeberinnen würden sich kampflos ergeben, sah sich getäuscht.

Augenhöhe im ersten Satz
Der Start verlief zunächst etwas holprig – eine Serie von Aufschlagfehlern auf Flachter Seite kostete zu Beginn wichtige Punkte. Doch dann platzte der Knoten. Die Blaubär-Ladies schüttelten die Nervosität ab und spielten befreit auf. Mit einer couragierten Blockarbeit und mutigen Angriffen kämpften sie sich Punkt um Punkt heran, bis beim Stand von 14:14 tatsächlich der Ausgleich gelang. Die Halle stand Kopf, und Stuttgarts Trainer sah sich zur Auszeit gezwungen. Dieser taktische Kniff zeigte Wirkung: Der Favorit fand zurück in die Spur, stabilisierte das eigene Spiel und sicherte sich den Satz schließlich mit 17:25.

Kampfgeist trifft auf Stuttgarter Klasse
Auch im zweiten Durchgang hielt Flacht zu Beginn den Anschluss. Mit viel Cleverness wurden schwierige Bälle gesichert und die Stuttgarterinnen immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Nach einer Phase, in der der MTV davonzuziehen drohte, starteten die Damen des TSV noch einmal eine kurze Aufholjagd. Am Ende reichte es jedoch nicht ganz, um den Satzgewinn ernsthaft zu gefährden – Stuttgart entschied auch diesen Durchgang mit 16:25 für sich.

Kraftakt gegen die Übermacht
Im dritten Satz wurde deutlich, wie viel Energie die ersten beiden Sätze gekostet hatten. Stuttgart – heute nicht in absoluter Top-Besetzung angetreten, aber dennoch von enormer Tiefe im Kader profitierend – erhöhte den Druck. Eine starke Aufschlagserie der Gäste sorgte zusätzlich für klare Verhältnisse. Flacht konnte in dieser Phase nicht mehr entscheidend gegenhalten, sodass der Satz deutlich mit 9:25 endete. Damit ging der Sieg mit 0:3 nach Stuttgart.

Gänsehaut-Atmosphäre im Hexenkessel
Auch wenn das Ergebnis deutlich klingt: Die Stimmung war erstligareif! Das achte Heimspiel der Saison bedeutete das achte Mal "Ausverkauft". Da das Württemberg-Duell bereits seit Wochen vergriffen war, strömten Fans beider Lager in die Halle. Gemeinsam mit den beiden Maskottchen der angetretenen Mannschaften „Flachti“ und „Charly“ sorgten die Zuschauer für eine ohrenbetäubende Lautstärke und einen würdigen Rahmen für dieses Match.

Erstes Silber, drittes Gold
Die silberne MVP-Medaille – und damit ihre erste in dieser Saison – verdiente sich die Flachter Libera Leonie Büdenbender mit ihrer großartigen Abwehrleistung. Die Stuttgarter Diagonalspielerin Lydia Grote sicherte sich im Spiel gegen Flacht derweil ihr drittes MVP-Gold.

Wir sagen Herzlichen Glückwunsch und Danke für diesen großartigen Abend!

Text: JB | Binder Blaubären TSV Flacht 
Foto: Nils Wüchner


1. Bundesliga: Flacht vs Stuttgart 0:3 (17:25, 16:25, 9:25)

Noch ganz euphorisiert ging es heute in das nächste Heimspiel. Wir konnten teilweise gut mithalten, aber schlussendlich gewannen unsere Gäste Allianz MTV Stuttgart absolut verdient das heutige Match.

Im Überblick:
👕 Flacht vs Stuttgart
📅 07.02.2026, 19:30 Uhr
📍 Heckengäusporthalle II
📊 0:3 (17:25, 16:25, 9:25)
🥇 Lydia Grote (Stuttgart)
🥈 Leonie Büdenbender (Flacht)
⌛ 60 Minuten (22, 20, 18)
🙌🏼 433 - AUSVERKAUFT!

Das nächste Spiel findet am kommenden Freitag (!), dem 13.02.2026 um 18:00 Uhr in und gegen Schwerin statt.

📸 @nils_wuechner

🖤💙


1. Bndesliga: Binder Blaubären TSV Flacht - Mit Rückenwind gegen den Riesen

Die Binder Blaubären TSV Flacht haben das erreicht, was noch keinem anderen Aufsteiger gelang und was vor der Saison nur die größten Träumer in Flacht für möglich gehalten hatten: ein Sieg über einen arrivierten Erstligisten. Mit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte im Rücken geht der kleine Dorfclub in das Duell mit dem nächsten Übergegner.

Ausverkauft schon im Vorjahr
Der 20. Dezember liegt nun schon eine Weile zurück, hat aber eine nicht unwesentliche Relevanz. An jenem Samstag gastierten die Binder Blaubären TSV Flacht zum Auswärtsspiel in Borken, zeitgleich wurde die letzte Eintrittskarte für das Heimspiel gegen Lokalnachbarn und Spitzenreiter Allianz MTV Stuttgart verkauft, sieben Wochen vor dem Spiel war die Begegnung restlos ausverkauft. Das waren bislang auch alle anderen Heimspiele der Blaubären, so schnell ging es jedoch noch nie. Das Spiel gegen den Giganten, der bis Mittwoch noch im CEV-Pokal auf internationalem Niveau agierte, birgt jede Menge Prestige. Es ist ein Aufeinandertreffen von alten Bekannten und großen Gegensätzen.

Viele Blaubären in Stuttgart bekannt
TSV-Sportdirektor Jan Lindenmair ist nicht nur bei den Blaubären ein hochangesehenes Gesicht, auch bei Allianz MTV Stuttgart kennt man den Namen des ersten Stuttgarter Pokalsieger-Trainers von 2011, der erstmals einen Titel für die Volleyballerinnen in die baden-württembergische Landeshauptstadt holte. Aber nicht nur er hat eine Vergangenheit in Stuttgart. Mit Saskia Zuber, Britta Schammer, Sara Marjanovic, Leonie Büdenbender und Frauke Neuhaus stehen etliche Spielerinnen mit Stuttgart-Bezug im Kader der Blaubären. Auch die derzeit verletzte Julia Cedeño und sogar Flachts Hallensprecher entstammen der MTV-Schmiede. Es wird ein Aufeinandertreffen der besonderen Sorte.

Die großen Unterschiede
Trotz dieser Bezüge klafft jedoch eine noch unüberwindbare Lücke zwischen den beiden Vereinen, die weitaus mehr unterscheidet als eint. Der vierfache Meister, fünffache Pokalsieger und dreifache Supercupsieger spielt seine 18. Saison in Liga eins und ist in einer Riege mit dem SSC Palmberg Schwerin, dem Dresdner SC und in der aktuellen Saison auch dem VfB Suhl eine der Top-Mannschaften des Landes. Dem gegenüber steht der selbstbewusste Underdog aus dem kleinen Flacht, das bevölkerungstechnisch um ein 200-faches unter dem großen Nachbarn liegt. Als Allianz MTV Stuttgart 2023 den deutschen Meistertitel verteidigte und sich die nationale Krone zum dritten Mal aufsetzte, wurde die erste Damenmannschaft der Blaubären TSV Flacht ebenfalls Meister – allerdings in der siebtklassigen Bezirksliga. Dass man nun nicht mal drei Jahre später den Titanen aus der Landeshauptstadt in einem offiziellen Ligaspiel im kleinen Weissach empfängt, daran dachte zu dem Zeitpunkt noch niemand. Der mit sieben Nationalspielerinnen gespickte Kader der Gäste, der mit einem etwa siebenstelligen, zehnmal höheren Etat ausgerüstet ist als der des Neulings, stellt ein deutlich anderes Niveau dar.

Denkwürdiges Hinspiel in Stuttgarter High-Performer-Saison
Vor allem in der laufenden Saison sind die international gescheiterten Stuttgarter auf nationaler Ebene das Maß aller Dinge. 15 Siege aus 15 Spielen stehen zu Buche. Einzig in Münster und Dresden wurde jeweils ein Satz abgegeben. Mit Lucia Varela stellt die Mannschaft zudem eine der Spielerinnen mit den meisten goldenen MVP-Auszeichnungen in der Liga. Im Hinspiel, das im November in der SCHARRena in Stuttgart ausgetragen wurde, war in unter einer Stunde besiegelt, was im Vorfeld bereits jedem klar war: Stuttgarts Kader steht mindestens zwei Klassen über dem der Flachter, angesichts der Finanzkraft des Volleyball-Riesen darf auch über einen noch größeren Abstand diskutiert werden. Auch wenn die Blaubären den ihnen innewohnenden Kampfgeist bravourös auf das Feld brachten, hatten sie trotz aller Bemühungen sportlich keine Chance gegen das Überteam aus Stuttgart. Daran änderten auch die über 250 Gästefans nichts, die in der Halle die Stimmung komplett übernahmen und ihr Team auch nach der Partie frenetisch feierten. Ein 0:3 aus Blaubären-Sicht stellt das erwartbarste aller Ergebnisse dar. Doch spätestens nach dem vergangenen Sonntag sollte deutschlandweit bekannt sein, dass es kein Spaziergang ist, im Hexenkessel Bärenhöhle zu bestehen.

Text: FN | Binder Blaubären TSV Flacht
Foto: Nils Wüchner


Blaubären wollen Allianz MTV ein klein wenig ärgern

Aufsteiger TSV Flacht empfängt den Bundesliga-Überflieger Stuttgart – eine reelle Siegchance besteht nicht, was Coach Hartmann nicht stört.

Leonberger Kreiszeitung bom 06.02.2026 | Jürgen Kemmner

Am Montag nach dem 3:1-Erfolg über den VC Wiesbaden durften sich die Volleyballerinnen der Binder Blaubären TSV Flacht erholen, Manuel Hartmann hatte trainingsfrei gegeben. Am Dienstag stand die erste Wocheneinheit an, und der Chefcoach war begeistert. „Das war eines der besten Trainings, die ich hier erlebt habe“, sagte er, „die Mannschaft hat voll durchgezogen – und sie ist weiter hungrig auf Erfolg.“

Kein Zurücklehnen beim Aufsteiger samt Ausruhen auf den Lorbeeren, am Samstag (19.30 Uhr) steht die nächste Partie an – und die wird eine Mammutaufgabe. Es kommt der souveräne Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart in die Heckengäusporthalle.

Sich gegen den Branchenführer was auszurechnen, der in der gesamten Saison erst zwei Sätze abgegeben hat, wäre als würde man einen Lottoschein ausfüllen und einen Sechser plus Superzahl erwarten – Chance 1:140 Millionen. Ob die Gewinnwahrscheinlichkeit der Blaubären in ähnlicher Dimension liegt? Vielleicht etwas besser, aber im Heckengäu geht jeder Realist davon aus, dass am Ende ein 0:3 gegen die Stuttgarter stehen wird. Allianz MTV spielt in einer ganz anderen Liga als der TSV, der Saisonetat beträgt das Zehnfache dessen, was in Flacht für den Erstliga-Volleyball investiert wird.

Manuel Hartmann hält nichts von Fantasterei, der 39-Jährige hofft aber, dass seine Mannschaft etwas von der Wiesbaden-Euphorie mit in die Begegnung nimmt. „Ich hoffe“, sagt er, „dass wir so stark spielen, dass die Stuttgarter nicht ausschließlich mit ihrer zweiten Garde auf dem Feld stehen können.“ Ob es ein Vorteil oder ein Nachteil ist, nach dem ersten Sieg gegen einen etablierten Bundesligisten gleich im Anschluss auf den Überflieger der Liga zu treffen, mag Hartmann nicht konkret beantworten.

Einerseits könnte es ein Vorteil sein, da er den Stammkräften ein paar Spielpausen gönnen könnte, die zuletzt nahezu immer durchgespielt haben. Andererseits könnte das Pflänzchen der Begeisterung eingehen, das im Team um Kapitänin Frauke Neuhaus nach dem Sieg über Wiesbaden gekeimt ist. „Viel wird davon abhängen“, vermutet der Blaubären-Coach, „wie wir ins Spiel starten.“

Als Ziel hat Hartmann ausgegeben, gegen Allianz MTV zu lernen, jede Einzelne soll sich weiterentwickeln und am Auftritt arbeiten. Denn nicht Stuttgart und der SSC Palmberg Schwerin am nächsten Freitag sind die Gegner, gegen die es zu bestehen gilt, die heißen Volleys Borken, ETV Hamburg und vielleicht Ladies in Black Aachen. Auch deshalb will Hartmann im Team durchwechseln, die Begegnung als Testspiel mit Wettkampfcharakter begreifen, um zu erkennen, welche Spielerin sich für die erste Sechs aufdrängt.

Die Blaubären aus Flacht wollen den viermaligen deutschen Meister am Samstag zumindest ein ganz klein wenig ärgern – wie ein Floh, der immer wieder mal zusticht. „Jede Minute, die Stuttgart mit der ersten Sechs auf dem Feld steht“, sagt der Coach, „ist für uns eine Auszeichnung.“