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Vorbericht 1. Bundesliga: Blaubären beenden erste Bundesliga-Saison beim Dresdner SC

Die erste Saison des TSV Flacht in der ersten Volleyball-Bundesliga neigt sich dem Ende zu. Ein letzter Ausflug führt die Binder Blaubären nach Dresden.

Weit über allen Erwartungen
Es hätte alles ganz anders kommen können. Viele kritische Stimmen wären sicher davon ausgegangen, dass der große Außenseiter aus dem kleinen Flacht in seiner Debüt-Spielzeit in der höchsten Spielklasse Deutschlands ohne Land zu sehen den letzten Platz belegen würde. Aber das Team von Manuel Hartmann strafte alle Kritiker Lügen. Vor dem letzten Spieltag stehen die Blaubären auf Platz zehn in der Tabelle, haben Mitaufsteiger Hamburg meilenweit hinter sich gelassen und sind mit den Skurios Volleys Borken auf Rang neun nicht nur punktgleich, sondern weisen sogar beinahe das gleiche Satzverhältnis auf. Ein utopischer Punktgewinn in der sächsischen Hauptstadt würde die Blaubären zum besten Aufsteiger machen, jedoch hat auch der DSC alle Gründe, die Punkt für sich beanspruchen zu wollen.

Rechenspiele für die Play-Offs
Dresden nur auf Platz vier der Liga-Tabelle, das wirkt falsch. Doch der DSC steht aktuell hinter den übermächtigen Stuttgartern, dem noch amtierenden Meister Schwerin und dem frisch gebackenen Pokalsieger VfB Suhl, der sich in dieser Spielzeit zu einer absoluten Spitzenmannschaft gemausert hat. Und doch kann der Dresdner SC am letzten Spieltag der Saison sogar noch den zweiten Platz erobern, wenn alles glatt läuft für die Rot-Schwarzen. Die Rechnung: Zunächst muss der DSC drei Punkte gegen die Gäste aus dem Heckengäu sichern, damit auf 46 Punkte und mit einem glatten Dreisatzsieg sein Verhältnis auf plus 33 erhöhen. Wenn der VfB Suhl bei den Ladies in Black Aachen, die gegen den USC Münster Platz fünf im Play-Off-Ranking verteidigen wollen, Federn lässt und maximal einen Punkt mitnimmt, kassieren die Dresdner den Konkurrenten. Gleichzeitig hofft man auf eine Niederlage der Schweriner gegen den Pokal-Vize aus Stuttgart, dann ist sogar Platz zwei möglich. Gewiss, eine Gleichung mit vielen Windungen, für den DSC aber die große Chance, die eigenen Play-Off-Chancen zu erhöhen.

Flachter Punkt wäre große Sensation
So oder so wäre ein Punktgewinn für die Binder Blaubären beim Champions-League-Team aus dem Osten eine mittelschwere Sensation. In der Dresdner Margon Arena punkteten in dieser Spielzeit neben den siegreichen Stuttgartern nur Suhl und Schwerin, alle anderen Gegner wurden ohne einen Satzgewinn abgefertigt. Die Frauen aus Flacht haben keinerlei Druck in der Hauptstadt Sachsens und können, wie es ihnen am besten liegt, völlig befreit aufspielen und ihren letzten Einsatz der Premieren-Saison in vollen Zügen genießen.

Text: FN | Binder Blaubären TSV Flacht
Foto: Nils Wüchner


Blaubären TSV Flacht - Instagram

Mit zwei Heimsiegen besiegeln wir vorzeitig die Meisterschaft in der Landesliga! Einmal mehr lassen wir uns durch Rückstände nicht kleinkriegen und machen den Aufstieg zuhause fest. NEXT STOP: VERBANDSLIGA!

Hier der Bericht von der Stuttgarter Zeitung vom 13.03.26 | Jürgen Kemmner

Männer des TSV Flacht steigen auf
Die Volleyballer feiern vorzeitig den Titel in der Landesliga – mittelfristiges Ziel ist die Rückkehr in die Oberliga.

Jubel bei den Volleyballern des TSV Flacht: Das Team von Trainer Kai-Uwe Hollmann hat am vergangenen Wochenende vorzeitig den Aufstieg in die Verbandsliga fix gemacht. Mit einem 3:0 über den PSV Reutlingen und einem 3:1 über den VfL Pfullingen ist Flacht nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Die Blaubären profitierten am Heimspieltag vom Ausrutscher des härtesten Konkurrenten TV Rottenburg 4, der dem TSV Frommern 2:3 unterlegen war.

„Schön, dass wir den Aufstieg in der eigenen Halle feiern konnten“, erzählt Hollmann, der die TSV-Männer als Coach im vierten Jahr betreut. Damit haben die Flachter den ersten wichtigen Schritt zurückgelegt auf dem Weg, der sie wieder in die Oberliga führen soll.

Vor sechs Jahren schlug der Club noch dort auf, Coach war Nico Reinecke, der aktuell Co-Trainer der Bundesliga-Frauen des TSV ist. Nach einem massiven Abfluss von Spielern wurden die Flachter in der Folge jedoch bis in die Landesliga durchgereicht. „Wir haben dann mit jungen Spielern einen Neuanfang gestartet“, erinnert sich Kai-Uwe Hollmann, der als aktiver Spieler mit dem TV Hausen in der dritten Liga agierte. Das Team fand mehr und mehr zusammen, der Erfahrungsschatz wuchs – was mit der Landesliga-Meisterschaft (vorerst) vollendet wurde.

Die Verbandsliga soll lediglich eine Zwischenstation darstellen, mittelfristig wollen sich die Männer des Clubs wieder mit Gegnern in der Oberliga messen. „Nun ist der Klassenverbleib angepeilt“, sagt der 42 Jahre alte Coach, „aber mein Ziel ist der Aufstieg in die Oberliga.“ Durch die gute Jugendarbeit soll das Team mit talentiertem Kräften verstärkt werden. „Das ist ein Prozess, das geht nicht von heute auf morgen“, sagt Hollmann.


Bärenstarke Blaubären beim Blocken

Noch ein Spiel, dann ist die Premieren-Saison der Binder Blaubären TSV Flacht in der Bundesliga zu Ende – Zeit, eine kleine Bilanz zu ziehen.

Leonberger Kreiszeitung vom 13.03.26 | Jürgen Kemmner


Blaubären begeistern Fans beim 3:1-Sieg

Volleyball-Bundesligist TSV Flacht schlägt die Skurios Volleys Borken im hochklassigen letzten Heimspiel.

Leonberger Kreiszeitung vom 09.03.26 | Jürgen Kemmner

WeissachAm Ende war es eine kollektive Hüpforgie von Spielerinnen, Funktionären und Fans des TSV Flacht in der Heckengäusporthalle: Die Binder Blaubären hatten in einem höchst spannenden und unterhaltsamen Spiel die Skurios Volleys aus Borken 3:1 (20:25, 26:24, 25:23, 25:23) besiegt und feierten damit ihren dritten Sieg im Premierenjahr in Liga eins. Die beiden Aufsteiger Flacht und Borken weisen mit jeweils zehn Punkten und 12:51 (TSV) bzw. 13:52 (Borken) Sätzen nahezu die gleiche Bilanz auf.

Es war das Haar in der bekömmlichen Volleyball-Suppe, das Blaubären-Trainer Manuel Hartmann leicht störte. „Schade, dass wir in der Tabelle nicht an Borken vorbeiziehen konnten und bester Aufsteiger sind“, bemerkte der 39-Jährige, „aber ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Das war Werbung für unseren Sport.“

Hartmann war bester Laune, bei den Blaubären gab es nach dem letzten Heimspiel der Saison ohnehin ausschließlich strahlende Gesichter. „Besser kann ein Heimspiel-Saisonabschluss nicht sein“, sagte Sportdirektor Jan Lindenmair, „wir wollten den Fans ein schönes Spiel bieten – das sollte uns gelungen sein.“ Und Manager Michael Kaiser war begeistert, dass „jedes unserer Heimspiele ausverkauft war – damit hätte ich nicht unbedingt gerechnet“.

Keiner der 433 Fans dürfte das Kommen bereut haben, die Begegnung war von Minute eins bis zum Ende nach 107 Spielminuten weitgehend ausgeglichen und stets spannend. Im ersten Durchgang hatten die Gäste leichtes Oberwasser, vor allem bekamen die Blaubären Skurios-Außenangreiferin Pia Mohr nicht entschärft – die den Satz mit 25:20 für die Borkenerinnen eintütete.

Aber die Flachter Frauen zeigten überragenden Kampfgeist. In den Folgesätzen lagen sie immer wieder in Rückstand, doch sie gaben sich zu keiner Sekunde geschlagen. „Wir haben immer dran geglaubt, das war unsere Stärke“, sagte Manuel Hartmann, „wir waren frei im Kopf und mutig.“

Kapitänin Frauke Neuhaus führte die Mannschaft zum Erfolg – die 32-Jährige wurde als wertvolleste Spielerin der Partie und als wertvollste Spielerin der Saison der Blaubären ausgezeichnet. „Wir haben das durchgezogen“, sagte Neuhaus, „wir haben uns hier und da dumme Fehler geleistet, aber jede hat für jede gekämpft.“ Nicht mehr dabeisein werden in der neuen Saison Julia Schneider (13 Spiele), Sara Marjanovic (35), Alina Stäbler (60) und Saskia Zuber (früher Lenk), die 66 Partien für den TSV absolvierte.