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Leonberger Kreiszeitung vom 19.01.2026: Achtungserfolg für die Blaubären in Münster

Volleyball-Bundesligist TSV Flacht gewinnt den ersten Satz gegen den USC, unterliegt aber dann doch mit 1:3 (25:21, 24:26, 18:25, 16:25).
Jürgen Kemmner

Münster/LeonbergDie Binder Blaubären des TSV Flacht haben ganz knapp ihren vierten Punkt in der Bundesliga verpasst. Beim USC Münster gab es eine 1:3-Niederlage, wobei das Team aus dem Strohgäu im zweiten Durchgang zwei Satzbälle hatte und 2:0 in Führung hätte gehen können. So bleibt der Dreier aus dem 3:1-Sieg beim ETV Hamburg die bislang einzige Ausbeute.

Dennoch war Manuel Hartmann sehr zufrieden mit dem, was seine Mannschaft vor 2234 Zuschauern in der Sporthalle Berg Fidel geboten hatte. „Die Einstellung hat heute zu 100 Prozent gestimmt“, sagte der TSV-Chefcoach, „wir haben Kampfgeist und Wille geboten. Das zeigt: Wenn wir so auftreten, können wir auch gegen eine solche Mannschaft mithalten.“

Beinahe hätte es sogar zu mindestens einem Punkt für die Gäste gereicht, obwohl Münster nicht durchgängig die zweite Garde aufs Feld entsandt hatte – beim Stand von 24:22 hatten die Blaubären in Durchgang zwei gleich zwei Satzbälle. Doch der USC wendete gerade noch einen 0:2-Rückstand ab. „Es fehlte nur ein klein wenig zum Satzgewinn“, ärgerte sich Hartmann, „mit etwas Glück und etwas mehr Konsequenz wäre das möglich gewesen.“

Nach dem Satzausgleich brach das Team um Kapitänin Frauke Neuhaus nicht komplett ein, sondern leistete noch ordentlich Gegenwehr, den letztlich klaren 3:1-Erfolg für den USC konnten die Blaubären aber nicht verhindern. „Wir sind dran geblieben“, betonte Hartmann, „und haben nicht aufgegeben. Der eine Satzgewinn wird uns Motivation für die kommenden Partien sein.“ Nächsten Samstag geht es zum VfB Suhl.

Der Tross der Blaubären war bereits am Samstag in Münster angereist, damit das Team ausgeruht am Sonntag um 16 Uhr aufs Spielfeld marschieren konnte. „Wie oft wir in der Saison vor oder nach Spielen übernachten“, sagte Michael Kaiser, „ist primär eine Frage des Geldes.“ Der Manager beziffert die Reisekosten in der Erstliga-Saison auf etwa 20 000 Euro, in der Vorsaison in der Zweiten Liga Pro lagen die Ausgaben für die Auswärtsspiele ein klein wenig darunter.

In aller Regel wird für den Aufsteiger eine Zwei-Tages-Reise fällig, wenn die Partie in einer Entfernung von Flacht stattfindet, die 300 Kilometer übersteigt – nach Münster waren es rund 450. Neben den Kosten spielen auch andere Faktoren eine Rolle. Aus sportlicher Sicht ist es wünschenswert, nicht direkt am Spieltag anzureisen, wobei aber der Termin zu berücksichtigen ist. Da bei den Blaubären keine Spielerin Vollzeit-Profi ist, müssen sie für eine Anreise am Freitag für eine Begegnung am Samstag mindestens einen halben Tag Urlaub nehmen. „Das können wir nicht regelmäßig erwarten“, sagte Michael Kaiser. Bei Sonntags-Begegnungen (wie in Münster) geht es abends durch die Nacht zurück nach Weissach, weil am Montagmorgen Beruf oder Studium wieder zur Pflicht rufen.

Bei einer Tagesfahrt zu den Spielen spart sich der Club zwar die Hotel-Rechnung für acht bis zehn Doppelzimmer, allerdings muss dann ein zweiter Busfahrer gechartet werden, weil die Lenkzeiten sonst nicht eingehalten werden können. Ob und wann im Rahmen eines Auswärtsspiels übernachtet wird, ist eine gemeinsame Entscheidung zwischen Trainerteam, Mannschaft und Vereinsführung. Das letzte Wort jedoch hat stets Michael Kaiser. „Das Budget steht über allem“, betonte der Manager.


DYN VOLLEYBALL: Zu Gast beim Aufsteiger – VLOG mit Janni und Peer beim TSV Flacht

Janni und Peer sind mittendrin statt nur dabei – zu Gast beim Aufsteiger Binderblaubären TSV Flacht! Sie nehmen euch mit in die Halle zum Heimspiel gegen den Dresdner SC. Wie fühlt sich die Stimmung vor Ort an? Was sagen die Spielerinnen vor und nach dem Spiel? Und schafft Janni es, ihre ganz persönliche Geheimmission zu erfüllen und ihre Eltern in die restlos ausverkaufte Halle zu bekommen?


Volleyball Bundesliga: Blaubären sind enttäuscht über die eigene Leistung

Die Volleyballerinnen des TSV Flacht unterliegen im ersten Rückrundenspiel der Bundesliga Schwarz-Weiß Erfurt glatt mit 0:3.

Henning Maak | Leonberger Kreiszeitung 12.01.26:

WeissachDie Enttäuschung in der Heckengäuhalle war bei Spielerinnen und Verantwortlichen fast mit Händen zu greifen. „Die Niederlage ist hart“, sagte Außenangreiferin Hanne Binkau, die zur wertvollsten Spielerin der Blaubären gewählt worden war, die klare 0:3(14:25, 19:25, 13:25)-Heimpleite nach knapp einer Stunde Spielzeit gegen Schwarz-Weiß Erfurt. Und auch Trainer Manuel Hartmann knurrte. „Ich bin nicht besonders zufrieden, gegen ein Team wie Erfurt können wir uns besser präsentieren“, meinte er.

Auf ein deutlich engeres Spiel hatte der Coach gehofft, Erfurt schien von den etablierten Teams in der Liga noch am ehesten in Reichweite zu sein – abgesehen von den Siegen gegen die drei Aufsteiger ergatterte SW nur noch einen einzigen weiteren Zähler beim VC Wiesbaden. Doch im ersten Spiel des neuen Jahres unterliefen den Blaubären wieder deutlich mehr Eigenfehler als noch in den letzten beiden Partien des Vorjahres in Borken und gegen Dresden.

26 Aufschlag- und Angriffsfehler standen bei den Gastgeberinnen in der Statistik. „Wir haben einen kompletten Satz abgegeben, ohne dass die Erfurterinnen etwas tun mussten“, bedauerte Manuel Hartmann. Insbesondere bei den Aufschlägen wurde der Unterschied zwischen beiden Teams deutlich: Während Erfurt zehn Asse bei sieben Fehlern gelangen, unterliefen den Blaubären zwölf Aufschlagfehler bei nur sechs Assen.

War es im Hinspiel noch die französische Zuspielerin Emilie Respaut, die die Flachterinnen mit ihren Topspin-Aufschlägen auf die Verliererstraße geschickt hatte, bereitete diesmal Außenangreiferin Alianza Darley, die 16 Punkte erzielte, den Blaubären große Probleme. Im ersten Durchgang gelangen ihr vier Asse in Folge, die Gäste zogen von 10:7 auf 17:8 davon und hatten zehn Satzbälle.

Ihre beste Phase hatten die Blaubären zu Beginn des zweiten Durchgangs, als sie die Begegnung bis zum 11:12 offen halten konnten und zweimal in Führung lagen. Dies hatte auch damit zu tun, dass die eingewechselten Alina Stäbler und Hanne Binkau die Annahme stabilisierten. Doch anschließend ließen die Blaubären zu viele Punkte in Folge zu und gerieten mit 11:17 in Rückstand. Das hatte auch damit zu tun, dass Erfurt aus einer guten Annahme heraus ein sehr schnelles Angriffsspiel aufzog und die TSV-Frauen im Block häufig zu spät waren.

Im dritten Satz konnten die Gastgeberinnen den Rückstand bis zum 7:10 in Grenzen halten, ließen die Thüringerinnen dann aber wieder auf 7:16 enteilen. „Wir haben uns im zweiten und dritten Satz deutlich in der Annahme gesteigert, sind aber dann im Angriff zu lange nicht durchgekommen oder haben selbst Fehler gemacht“, analysierte Coach Hartmann. Ein Problem auf Flachter Seite war, dass sich Erfurts Block im dritten Satz auf Frauke Neuhaus eingestellt hatte, die in den ersten beiden Durchgängen mit ihren Angriffen zumeist durchgekommen war. „Wenn der Gegner sich auf sie eingestellt hat, kommt auch sie an ihr Limit“, meinte Hartmann.

Keine Rolle hat nach seiner Ansicht gespielt, dass Saskia Zuber ausgefallen war. „Roxana Vogel hat ihre Sache als Zuspielerin gut gemacht und die Bälle schön verteilt“, zeigte sich Hartmann zufrieden, der als positive Nachricht verbuchen konnte, dass sich Saskia Zubers Fußverletzung nicht als Bruch oder Muskelriss herausgestellt hat. „Es ist einfach eine starke Prellung mit einem Bluterguss“, erläuterte er. Eine weitere Untersuchung in der kommenden Woche soll zeigen, ob die Zuspielerin nächsten Sonntag beim USC Münster schon wieder dabei sein kann.


1. Bundesliga Volleyball Damen: TSV Flacht eröffnet Spieljahr 2026 gegen Erfurt

Mit einem 0:3 gegen Schwarz-Weiß Erfurt haben die Binder Blaubären TSV Flacht die Rückrunde ihrer ersten Spielzeit im deutschen Oberhaus eingeläutet. Trotz eines couragierten Auftritts der Blaubären war gegen den übermächtigen Gegner nichts zu holen.

Auch im vierten Duell mit dem etablierten Erstligisten aus Thüringen gab es für die Flachter Blaubären kein Land zu sehen. Wie bereits in den drei vorherigen Duellen mit SWE (das Hinspiel der aktuellen Saison sowie beide Duelle aus Flachts erstem Zweitligajahr) gelang den Blaubären weder Punkt- noch Satzgewinn. Wenngleich die Flachter Damen in Phasen des Spiels durch ihren leidenschaftlichen Einsatz auf dem Feld den enormen Qualitätsvorsprung des Gegners leicht kaschieren konnte, zeigte dieser die enorme Qualität seiner erstligaerfahrenen Top-Spielerinnen. Für die Blaubären, die gegenüber dem Hinspiel in Annahme und Abwehr bedeutend sicherer standen, gab es im Angriff kein Durchkommen gegen die Erfurter, die zudem den Blaubären-Block ein ums andere mal durchschlugen. Der erste und dritte Spielsatz gingen mit 25:14 und 25:13 deutlich an die höherklassigen Gäste, im zweiten Durchgang waren die Blaubären einem Teilerfolg mit 19 Punkten am nähesten. Nach 59 Minuten endete die Begegnung, zum dritten Mal in der laufenden Saison blieben die Flachter unter der Stundenmarke. Im Vergleich zum letzten Spiel gegen den Dresdner SC konnten sich die Blaubären jedoch bei der Punkteausbeute in den Sätzen deutlich steigern.

Eine Premiere erlebte Flachts Außenangreiferin Hanne Binkau. Die 27-Jährige kam im ersten Durchgang ins Spiel und überzeugte auf ihre gewohnte Art. Ohne große Show, dafür mit viel Präzision und klugen Angriffen prägte sie das Spiel der Gastgeber und verdiente sich damit ihre erste MVP-Auszeichnung in Deutschlands höchster Spielklasse. Nach einer Silbermedaille in Köln in der Vorsaison holte sich Binkau damit ihre zweite Plakette im schwarz-blauen Trikot. Ein anderer Umstand hingegen war keine Premiere, sondern gehört beim größten Außenseiter der ersten Bundesliga mittlerweile zum guten Ton: trotz der regelmäßigen sportlichen Unterlegenheit begeistert der TSV Flacht weiterhin seinen treuen Anhang, die Heckengäusporthalle II in Weissach war auch im sechsten Heimspiel der Saison wieder restlos ausverkauft. Eine solche Quote sucht in der ersten Liga ihresgleichen. Die leidenschaftlichen Auftritte der Binder Blaubären TSV Flacht begeistern auch ohne zählbare Ergebnisse.

Foto: Gerhard Heermann