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regioTV: Volleyballparty zwischen den Binder Blaubären TSV Flacht und Allianz MTV Stuttgart

Seit dieser Saison gibt es in der Volleyball Bundesliga ein echtes Derby. Nur 30 Kilometer trennen die Spielstätten der Binder Blaubären vom TSV Flacht und die des Allianz MTV Stuttgart – Sportlich liegen zwischen den beiden Teams allerdings Welten. Hier leidenschaftliche Volleyballerinnen aus der Region, die tagsüber studieren oder einem Vollzeitjob nachgehen – dort internationale Vollprofis aus allen Herren Ländern. Über die Favoritenrolle in diesem Spiel musste man also nicht lange diskutieren.

Quelle: regioTV 
Di., 10.02.2026 • 07:10 Uhr•02:48


Satz drei der Blaubären ärgert Trainer Hartmann

Volleyball-Bundesligist TSV Flacht hat erwartungsgemäß 0:3 gegen Topteam Allianz MTV Stuttgart verloren – in Satz drei stehen die Blaubären völlig neben sich.

Leonberger Zeitung vom 09.02.26 | Jürgen Kemmner

Nach einer Stunde Spielzeit war das schwäbische Derby in der Volleyball-Bundesliga beendet: Der Überflieger der Liga Allianz MTV Stuttgart hatte den Aufsteiger Binder Blaubären TSV Flacht in dessen mit 433 Zuschauern erneut ausverkauften Heckengäusporthalle erwartungsgemäß klar mit 3:0 (25:17, 25:16, 25:9) besiegt.

Die Niederlage schmerzte TSV-Cheftrainer Manuel Hartmann kaum, sie war einkalkuliert gewesen, schließlich spielen die Stuttgarterinnen sportlich und finanziell im Grunde in einer anderen Liga als die Blaubären – allein der Saisonetat beträgt mit 2,5 Millionen Euro das Zehnfache dessen, was der TSV Flacht in seine Spielzeit investiert.

Was aber Manuel Hartmann nur schwer verdauen konnte, war die Leistung, die seine Mannschaft im dritten Satz aufs Parkett gelegt hatte. Mit 9:25 waren die Blaubären in nur 18 Minuten zur Strecke gebracht worden. Dabei hatten sie ganze drei(!) Angriffspunkte erzielt – die übrigen sechs lieferte Spitzenreiter Allianz MTV durch Aufschlagfehler frei Haus, was den Stuttgarter Trainer Konstantin Bitter ziemlich nervte: „Wir haben im gesamten Spiel zu viele direkte Fehler gemacht.“ Ein Schönheitsfehler, mehr nicht. Trainerkollege Hartmann jedenfalls war da schon mehr derangiert und ernüchtert nach der Schnellabfertigung.

„Was mich vor allem geärgert hat“, sagte der 39-Jährige, „war, dass wir mental aufgegeben haben.“ Ohne Mut, ohne Kampf, ohne Willen hatten die Blaubären den letzten Durchgang bestritten und damit das recht ordentliche Geschmacksmuster der Sätze eins und zwei ein Stück verunreinigt, als tröpfle man etwas Essig in einen eigentlich sehr passablen Wein. „Nur drei Angriffspunkte sind zu wenig“, bemerkte Hartmann, die Gesamtbilanz von 40:19 Angriffspunkten zugunsten von Allianz MTV Stuttgart sei „vollkommen normal“.

An den beiden Durchgängen zuvor hatte kaum einer aus dem Lager der Blaubären etwas auszusetzen, erst mit dem Punkt zum 15:14 zogen die Gäste aus Stuttgart in Satz eins davon zum 25:17. Satz zwei war zwar für die TSV-Frauen schon früh verloren (11:19), dennoch versuchten sie weiter zu punkten, was immer wieder gelang. „Phasenweise konnten wir mithalten“, fand Manuel Hartmann, „aber wenn Stuttgart mit dem ersten Ball keine Probleme hat, machen die den Punkt. Dann fehlen uns die Mittel.“ Immerhin: Der Meisterschaftsfavorit konnte nicht allein mit seiner zweiten Garde auftreten, die Stammkräfte waren schon auch gefordert. „Wir haben unsere Pflicht erfüllt“, stellte Allianz-Trainer Bitter nüchtern fest.

Warum die Blaubären ohne erkennbaren Grund im letzten Durchgang so rettungslos im See versanken wie ein Stein, konnte sich auch Leonie Büdenbender nicht erklären, die als wertvollste Spielerin der Gastgeber ausgezeichnet worden war. „Wir waren im Kopf nicht mehr bei uns“, sagte die Libera selbstkritisch, „wir sind hektisch geworden. Aber davor konnten wir die Stuttgarter immer mal wieder ärgern.“ Trotz des leicht dissonanten Schlussakkords konnte Michael Kaiser dem Gesamtevent einiges abgewinnen. „Es war überragend“, sagte der Blaubären-Manager, „die Stimmung war bestens, das Spiel gut anzusehen.“


1. Bundesliga: Binder Balubären TSV Flacht - Mutiger Auftritt vor Rekordkulisse

Was für eine Atmosphäre, was für ein Kampfgeist! Am Samstagabend bebte die Heckengäuhalle II in Weissach. Die Vorzeichen waren eindeutig: Die Binder Blaubären TSV Flacht empfingen den ungeschlagenen Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart, der in dieser Saison noch nicht mehr als zwei Sätze abgab. Doch wer dachte, die Gastgeberinnen würden sich kampflos ergeben, sah sich getäuscht.

Augenhöhe im ersten Satz
Der Start verlief zunächst etwas holprig – eine Serie von Aufschlagfehlern auf Flachter Seite kostete zu Beginn wichtige Punkte. Doch dann platzte der Knoten. Die Blaubär-Ladies schüttelten die Nervosität ab und spielten befreit auf. Mit einer couragierten Blockarbeit und mutigen Angriffen kämpften sie sich Punkt um Punkt heran, bis beim Stand von 14:14 tatsächlich der Ausgleich gelang. Die Halle stand Kopf, und Stuttgarts Trainer sah sich zur Auszeit gezwungen. Dieser taktische Kniff zeigte Wirkung: Der Favorit fand zurück in die Spur, stabilisierte das eigene Spiel und sicherte sich den Satz schließlich mit 17:25.

Kampfgeist trifft auf Stuttgarter Klasse
Auch im zweiten Durchgang hielt Flacht zu Beginn den Anschluss. Mit viel Cleverness wurden schwierige Bälle gesichert und die Stuttgarterinnen immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Nach einer Phase, in der der MTV davonzuziehen drohte, starteten die Damen des TSV noch einmal eine kurze Aufholjagd. Am Ende reichte es jedoch nicht ganz, um den Satzgewinn ernsthaft zu gefährden – Stuttgart entschied auch diesen Durchgang mit 16:25 für sich.

Kraftakt gegen die Übermacht
Im dritten Satz wurde deutlich, wie viel Energie die ersten beiden Sätze gekostet hatten. Stuttgart – heute nicht in absoluter Top-Besetzung angetreten, aber dennoch von enormer Tiefe im Kader profitierend – erhöhte den Druck. Eine starke Aufschlagserie der Gäste sorgte zusätzlich für klare Verhältnisse. Flacht konnte in dieser Phase nicht mehr entscheidend gegenhalten, sodass der Satz deutlich mit 9:25 endete. Damit ging der Sieg mit 0:3 nach Stuttgart.

Gänsehaut-Atmosphäre im Hexenkessel
Auch wenn das Ergebnis deutlich klingt: Die Stimmung war erstligareif! Das achte Heimspiel der Saison bedeutete das achte Mal "Ausverkauft". Da das Württemberg-Duell bereits seit Wochen vergriffen war, strömten Fans beider Lager in die Halle. Gemeinsam mit den beiden Maskottchen der angetretenen Mannschaften „Flachti“ und „Charly“ sorgten die Zuschauer für eine ohrenbetäubende Lautstärke und einen würdigen Rahmen für dieses Match.

Erstes Silber, drittes Gold
Die silberne MVP-Medaille – und damit ihre erste in dieser Saison – verdiente sich die Flachter Libera Leonie Büdenbender mit ihrer großartigen Abwehrleistung. Die Stuttgarter Diagonalspielerin Lydia Grote sicherte sich im Spiel gegen Flacht derweil ihr drittes MVP-Gold.

Wir sagen Herzlichen Glückwunsch und Danke für diesen großartigen Abend!

Text: JB | Binder Blaubären TSV Flacht 
Foto: Nils Wüchner


1. Bundesliga: Flacht vs Stuttgart 0:3 (17:25, 16:25, 9:25)

Noch ganz euphorisiert ging es heute in das nächste Heimspiel. Wir konnten teilweise gut mithalten, aber schlussendlich gewannen unsere Gäste Allianz MTV Stuttgart absolut verdient das heutige Match.

Im Überblick:
👕 Flacht vs Stuttgart
📅 07.02.2026, 19:30 Uhr
📍 Heckengäusporthalle II
📊 0:3 (17:25, 16:25, 9:25)
🥇 Lydia Grote (Stuttgart)
🥈 Leonie Büdenbender (Flacht)
⌛ 60 Minuten (22, 20, 18)
🙌🏼 433 - AUSVERKAUFT!

Das nächste Spiel findet am kommenden Freitag (!), dem 13.02.2026 um 18:00 Uhr in und gegen Schwerin statt.

📸 @nils_wuechner

🖤💙