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Binder Blaubären TSV Flacht: Nächste Kampfleistung - Blaubären ärgern die Ladies in Black

Wieder einmal ein berauschender Abend in der Bärenhöhle. Auch der nächste übermächtige Gegner, die Ladies in Black Aachen, muss sich gegen ein leidenschaftliches Flachter Team gehörig strecken. Das erwartete 0:3 gerät angesichts der Mannschaftsleistung zur Nebensache. 

Flacht bleibt der Zuschauermagnet der ersten Bundesliga. Zum vierten Mal war die Weissacher Bärenhöhle restlos ausverkauft. Die Zuschauer freuten sich nach den vergangenen Wochen auf das nächste Spektakel ihrer Mannschaft. Diese kam mit dem Rückenwind des ersten Erstligasieges der Vereinsgeschichte und war drauf und dran, das nächste Feuerwerk zu zünden.

Flacht knüpft an die letzten Wochen an
Bereits im ersten Satz machten Frauke Neuhaus und ihre Mitstreiterinnen deutlich, dass sie keine leichte Beute für das Spitzenteam aus Aachen sind. Wenngleich die Ladies in Black mit einem athletischen Paket aus Sprunghöhe, Schnelligkeit und Schlaghärte aufwarteten, welches dem Team der Blaubären weit überlegen war, zeigten die Blaubären, was sie seit Wochen im Oberhaus auszeichnet: Kampfgeist, Leidenschaft und der unbedingte Wille, trotz der Übermacht keinen Ball herzuschenken. Vereinfacht gesagt: auch wenn die Mannschaft sportlicher Natur keine Chance gegen den Gast hatte, spielte sie, als hätte sie eine realistische Chance auf den Heimsieg. Dem Einsatz der TSV-Frauen stand die deutlich höhere Qualität der Gäste gegenüber, die sich am Ende durchsetzen sollte. Mit 15:25 mussten die Blaubären den ersten Durchgang abgeben. 

Zwei weitere Sätze voller Einsatz
Auf dem Feld lag ein Qualitätsunterschied vor, den die Binder Blaubären phasenweise verschwindend gering aussehen ließen. So auch im zweiten Satz, in dem die Blaubären ihr bestes Ergebnis erzielten. 18:25 lautete das Ergebnis, mit dem sich das Team in die zehnminütige Pause verabschiedeten. Diese wurde wie so oft würdig gefüllt, Hochzeitssängerin Vivienne Music gab zwei Weihnachtslieder zum Besten und tauchte die Heckengäusporthalle in vorweihnachtliche Harmonie. Der dritte Satz begann erneut mit mächtig Feuer vonseiten der Blaubären. Auch wenn die Ladies in Black sich am Ende mit 25:16 durchsetzten und damit das Spiel auf ihre Seite zogen, war die Leistung des TSV Flacht erneut aller Ehren wert.

Frauke Neuhaus wird erneut MVP
Eine besondere Ehre wurde Blaubären-Spielführerin Frauke Neuhaus zuteil, die Flachter Diagonalangreiferin, die zwei Saisons das Trikot der Ladies in Black getragen hatte, erhielt die silberne MVP-Medaille. Für sie war es bereits die vierte Auszeichnung in dieser Spielzeit, die sie sich redlich verdiente. Celine Jebens wurde auf Aachener Seite bereits mit ihrer dritten Goldmedaille der Saison ausgezeichnet.  

Am nächsten Wochenende geht es nach Borken
Noch vor den Feiertagen steht für die Flachter Frauen die nächste schwere Prüfung an, am kommenden Wochenende reisen Manuel Hartmann und sein Team zum Vorjahresmeister der zweiten Liga, den ebenfalls aufgestiegenen Skurios Volley Borken.


Binder Blaubären TSV Flacht: Nach der Siegespremiere: Heimspiel gegen Aachen


Nur eine Woche nach dem historischen ersten Sieg der Binder Blaubären TSV Flacht in der ersten Volleyball-Bundesliga öffnet die Weissacher Bärenhöhle wieder ihre Pforten. Erneut wartet ein starker Kontrahent auf die TSV-Damen.

 Ein Weckruf in Wiesbaden, ein Pokalfight in Suhl, eine Invasion in Stuttgart und eine herausragende Leistung gegen Schwerin: der Auswärtserfolg beim ETV Hamburg hatte sich für die Flachter Blaubären lange angekündigt. Nach dem emotionalen Highlight in der Hansestadt treten die Damen in Schwarz-Blau zum nächsten Heimspiel an – zu Gast sind die Ladies in Black Aachen.

Die ganze Abteilung wechselt den Verein
Die Volleyball-Damen des Post-Telekom-Sportverein 1925 Aachen e. V., kurz PTSV Aachen, gastieren zum ersten Mal in der Bärenhöhle. 2013 wechselte die Volleyball-Abteilung von Alemannia Aachen zum heutigen Stammverein, seither führt die erste Damenmannschaft den offiziellen Namen „Ladies in Black“, in Anlehnung an ihre schwarz-grünen Trikots. Im deutschen Oberhaus ist die Mannschaft seit 2008 vertreten. Seither hat die Mannschaft drei dritte Plätze im Meisterschaftsrennen erreicht und konnte sich bereits international präsentieren.

Fast das ganze Team ist neu
Seit 2023 amtiert Trainerin Mareike Hindriksen in der Karlsstadt, zuvor war sie bereits für sechs Jahre Spielerin des Teams, das im Sommer einen schwerwiegenden Aderlass verkraften musste. Neun Spielerinnen verließen den Verein, die meisten ins Ausland. Einzig Mittelblockerin Sophia Fallah und Libera Kacey Jost blieben den Ladies erhalten, die restlichen neun Spielerinnen im heutigen Kader wurde im Sommer verpflichtet. Zu den Königstransfers zählen die aus Wiesbaden verpflichtete Diagonalangreiferin Celine Jebens, Aachens beste Medaillensammlerin in der laufenden Spielzeit, sowie die erstligaerfahrene Corina Glaab, die das Team als neue Kapitänin anführt.

Solides Mittelfeld, klarer Favorit              
Der Verein, der wie viele andere Erstligisten bereits ein Insolvenzverfahren durchlaufen hat, erarbeitete sich über die letzten Jahre den Status eines gesicherten Mittelfeldvereins in der ersten Bundesliga. Mit fünf Siegen aus den ersten acht Partien der Saison stehen die Aachenerinnen derzeit auf Platz fünf der Tabelle. Die jüngsten Heimspiele gingen mit 3:0 gegen Borken und Erfurt deutlich gewonnen, dazwischen gab es eine 0:3-Niederlage in Dresden. Der Favoritenstatus liegt auch vor dem nächsten Spiel eindeutig beim Gegner.

Underdog? Kein Problem!
Flacht hat in den vergangenen Wochen bewiesen, dass sie mit der Außenseiterrolle bestens umgehen können. Auch gegen die übermächtigsten Mannschaften der Liga präsentierte sich das Team von Manuel Hartmann unter der Führung von Vereins-Ikone Frauke Neuhaus, die nach ihrem zweijährigen Gastspiel in der Kaiserstadt einen hohen Stellenwert genießt, in bester Kämpfermanier. Im Debütjahr des TSV Flacht im Oberhaus kann die Mannschaft nur gewinnen. Gegen Hamburg ist dies gelungen, für manch einen fühlt sich ein Sieg des haushohen Favoriten in Schwarz und Grün dadurch gar nicht mehr so sicher an, wie es zu erwarten ist. Die Bärenhöhle ist bereit für eine weitere magische Nacht der Binder Blaubären.

Text: FN | Binder Blaubären TSV Flacht
Foto: Nils Wüchner"


Historischer Abend in Hamburg: Blaubären TSV Flacht feiern ersten Bundesliga-Sieg

Bei den ETV Hamburger Volksbank Volleys feiern die Binder Blaubären TSV Flacht gleich mehrere Premieren, die wichtigste ist mit Sicherheit das Ergebnis: mit 3:1 gelingt der erste Sieg nach dem erneuten Aufstieg

Lizzy Lobzhanidze schreibt Geschichte
Es war eine Szene, die in Flacht und besonders unter den mitgereisten Anhängern der Binder Blaubären TSV Flacht noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Lizzy Lobzhanidze serviert einen Aufschlag ins Feld der Hamburgerinnen. Die Annahme verspringt, einmal, zweimal. Als der Ball in der Bande einschlägt, kennt die Euphorie im Gästeblock und unter den schwarz-blauen Spielerinnen keine Grenzen mehr. Es ist vollbracht: nach sechs 0:3-Niederlagen holen die Binder Blaubären in Eimsbüttel nicht nur ihren ersten Satzgewinn der Erstliga-Geschichte, mit ihrem Ass sichert Lizzy Lobzhanidze sogar den ersten Dreier im deutschen Oberhaus.

Blaubären von Beginn an stark
Bereits im ersten Satz zeigten die Blaubären, dass die Tugenden und die Entwicklungen der vergangenen Wochen für mehr als nur ein Lob des Einsatzes taugen. Bereits früh gerieten die Hamburger Hausherren durch die wild aufspielenden Blaubären unter Druck und in nennenswerten Rückstand. Jedoch schien sich gegen Ende des ersten Satzes der Kopf einzuschalten, was, wenn es tatsächlich zum Sieg reichen sollte? In der Folge häuften sich die Fehler im Spiel der Blaubären, mit ganzen fünf Eigenfehlern im ersten Durchgang glitt den zuvor so souveränen Gästen der erste Spielsatz mit 22:25 noch aus den Händen.

Satzverlust lässt die Blaubären kalt
Doch nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Mannschaft von Manuel Hartmann vollkommen unbeeindruckt von diesem Ausrutscher. Wie entfesselt machten Kapitänin Frauke Neuhaus und ihre Mitstreiterinnen Punkt um Punkt, was den omnipräsenten Gästeblock in Extase versetze. Dieses Mal ließen die Blaubären nichts anbrennen, mit einem deutlichen 25:20 sicherten sich dien Flachter Frauen ihren historisch ersten Satzgewinn im deutschen Oberhaus. Es sollte nicht der einzige bleiben.

Es wird nochmal knapp - aber es reicht!
Auch im dritten Spielsatz erwischten die Blaubären den besseren Start, jedoch schlichen sich erneut die Fehler in das Flachter Spiel ein. Mit nur einem Punkt Vorsprung ging es in die Crunchtime, Pessimisten sahen die harte Arbeit der Mannschaft bereits zerrinnen. Dem sollte jedoch nicht so sein. Mit Mut und Leidenschaft erarbeiten sich die Binder Blaubären den wichtigen Zwei-Punkte-Vorsprung, der schließlich mit 25:23 für den knappen Satzgewinn genügte. Nach dem ersten Satz war also auch der erste Punkt in Sack und Tüten. Für die euphorischen Gästefans war klar: der erste Sieg in der Erstligageschichte befand sich in greifbarer Nähe.

 Blaubären Flacht belohnen sich
Von diesem Szenario ließen sich die Binder Blaubären im Folgenden nicht mehr nervös machen, im Gegenteil. Unbarmherzig griffen die siegeshungrigen Flachterinnen an, feuerten Angriff um Angriff auf die Hamburger Defensive ab. Die Stimmung im Gästeblock befand sich längst am Siedepunkt und stieg mit jedem weiteren erfolgreichen Flachter Angriff immer weiter. Schließlich vollendete Lobzhanidze das Werk mit ihrem Aufschlag, der in die Geschichtsbücher des TSV Flacht eingehen wird.

Ein Abend der Superlative
99 Minuten dauerte der Kampf um den Sieg in der ETV Sporthalle Hoheluft, so lang wie noch kein Spiel zuvor. Die Bestmarke von 52 Punkten aus der Vorwoche wurde mit 97 Punkten fast verdoppelt. Bis auf die nach zwei Durchgängen ausgewechselte Sara Marjanovic und Zuspielerin Roxana Vogel punkteten alle Blaubären zweistellig, wieder einmal angeführt von Kapitänin Neuhaus mit 20 Punkten. Die MVP-Medaille wurde jedoch anderweitig vergeben, und das nicht zu Unrecht. 

Roxana Vogel bestätigt ihre Topform der letzten Wochen, nach den silbernen Auszeichnungen in Suhl und gegen Schwerin nahm sie eine historische Ehre entgegen: die goldene Plakette ist nicht nur ihre erste im Oberhaus, auch für den TSV Flacht stellt sie eine Premiere dar. Diese Ehrung nahm sie berechtigterweise entgegen, die Spielgestalterin brachte ihre Bälle zielgenau an die Mitspielerin und war für eine Zuspielerin zudem selbst auffällig gefährlich: mit sieben selbst erzielten Punkten stellte sie ihre persönliche Bestmarke der Saison auf. Besonders bemerkenswert: alle Punkte entstanden aus dem Spiel heraus, die Aufschlagpunkte überließ sie ihrer Kapitänin Neuhaus und Lobzhanidze (jeweils 3). Viermal setze sie einen Ball direkt über die Netzkante, dreimal erstickte sie die Hoffnungen ihrer Gegnerin in einem Block. Dieser stand grundsätzlich in beachtlicher Manier: satte 16 Punkte sicherte die starke Blockarbeit den Blaubären. Diesen Wert in einem Spiel konnte in der laufenden Saison nur Schwarz-Weiß Erfurt um einen Punkt überbieten, ebenfalls gegen Hamburg. Einen Spitzenwert stellte Britta Schammer auf: ganze sieben Punkte sicherte die Flachter Nummer sieben ihrem Team, keiner Spielerin im Oberhaus gelangen in dieser Spielzeit mehr Blockpunkte in einem Spiel. 

Blaubären verlassen den letzten Platz
Endlich kommt für die Blaubären der verdiente Lohn für die enormen kämpferischen Aufwendungen der vergangenen Wochen. Flacht feiert die ersten Erstligapunkte und verlässt damit auch den letzten Platz in der Tabelle. Die rote Laterne übernehmen Die Skurios Volleys Borken als damit einziger noch punktloser Aufsteiger. Dort gastieren die Flachterinnen im zwei Wochen, zuvor wird am kommenden Wochenende das letzte Heimspiel vor Weihnachten gegen die Ladies In Black Aachen ausgetragen. 

Text: FN | Binder Blaubären TSV Flacht
Foto: Justus Stegemann