Das Jahr 2026 beginnt für die Binder Blaubären TSV Flacht genau wie die Saison 2025/26: mit einem Duell gegen Schwarz-Weiß Erfurt. Obwohl Flacht wie immer der klare Außenseiter ist, erkennt Trainer Manuel Hartmann eine kleine Chance.
Das Hinspiel in der thüringischen Landeshauptstadt fiel deutlich aus. Bei ihrer Erstligapremiere blieben die Blaubären in der Erfurter Riethsporthalle, die entgegen allen Annahmen nicht wirklich nach dem Head of Ticketing (Jürgen Rieth) der Binder Blaubären benannt ist, ohne Chance. Die Rollen waren bereits damals eindeutig verteilt, daran hat sich auch in diesem Jahr nichts geändert. Der TSV Flacht bleibt der tollste Hecht, aber auch der kleinste Fisch im riesigen Haifischbecken 1. Bundesliga. Dennoch sieht Manuel Hartmann für seine Mannschaft dieses Mal einen kleinen Lichtblick.
Nach der Winterpause, in welcher die Spielerinnen sich individuell fitgehalten haben, konnte das Team direkt loslegen und sich auf die anstehende Partie am Samstagabend (19:30 Uhr, Heckengäusporthalle II in Weissach) vorbereiten. Das haben Frauke Neuhaus und ihre Mitspielerinnen auch getan. Vor allem die Annahme von extremen Topspin-Aufschlägen wurde intensiv geübt, denn diese hatten der Mannschaft im Hinspiel noch arge Probleme bereitet. Auch in Angriff und Zuspiel ist SWE enorm gefährlich, die Schwächen des Zweitligameisters von 2024 liegen viel mehr in Abwehr und Annahme. Hier wollen Manuel Hartmann und sein Team den Favoriten ärgern. Der Trainer stellte klar: „Es ist nach wie vor ein Spiel zwischen einem kompletten Profi- und einem kompletten Amateurteam. Wenn die Mannschaft ihr oberes Level erreicht, könnte sie mit Erfurt mithalten – und dann kommt es auch darauf an, welche Form der Gegner an den Tag legt.“
Noch ist unklar, ob Saskia Zuber mit von der Partie sein kann, die Zuspielerin klagte zuletzt über Schmerzen am Sprunggelenk. Mit dabei sein werden jedoch voraussichtlich wieder etliche der stimmungsvollen Flachter Fans, nach den ersten fünf geht auch das sechste Heimspiel der Saison stramm in Richtung ausverkauft. Das freut auch den Trainer: „Mit etwas mehr Erfahrung, mehr Ruhe und den Fans im Rücken gelingt uns vielleicht noch der ein oder andere Sieg“, ist Manuel Hartmann hoffnungsvoll für die am Samstag beginnende Rückrunde. Das Duell der zweiten Kräfte aus Baden-Württemberg und Thüringen bildet Flachts Auftakt in die zweite Halbserie im Oberhaus.
Foto: Nils Wüchner

