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Blaubären begeistern Fans beim 3:1-Sieg

Volleyball-Bundesligist TSV Flacht schlägt die Skurios Volleys Borken im hochklassigen letzten Heimspiel.

Jürgen Kemmner | Leonberger Kreiszeitung vom 09.03.2026

WeissachAm Ende war es eine kollektive Hüpforgie von Spielerinnen, Funktionären und Fans des TSV Flacht in der Heckengäusporthalle: Die Binder Blaubären hatten in einem höchst spannenden und unterhaltsamen Spiel die Skurios Volleys aus Borken 3:1 (20:25, 26:24, 25:23, 25:23) besiegt und feierten damit ihren dritten Sieg im Premierenjahr in Liga eins. Die beiden Aufsteiger Flacht und Borken weisen mit jeweils zehn Punkten und 12:51 (TSV) bzw. 13:52 (Borken) Sätzen nahezu die gleiche Bilanz auf.

Es war das Haar in der bekömmlichen Volleyball-Suppe, das Blaubären-Trainer Manuel Hartmann leicht störte. „Schade, dass wir in der Tabelle nicht an Borken vorbeiziehen konnten und bester Aufsteiger sind“, bemerkte der 39-Jährige, „aber ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Das war Werbung für unseren Sport.“

Hartmann war bester Laune, bei den Blaubären gab es nach dem letzten Heimspiel der Saison ohnehin ausschließlich strahlende Gesichter. „Besser kann ein Heimspiel-Saisonabschluss nicht sein“, sagte Sportdirektor Jan Lindenmair, „wir wollten den Fans ein schönes Spiel bieten – das sollte uns gelungen sein.“ Und Manager Michael Kaiser war begeistert, dass „jedes unserer Heimspiele ausverkauft war – damit hätte ich nicht unbedingt gerechnet“.

Keiner der 433 Fans dürfte das Kommen bereut haben, die Begegnung war von Minute eins bis zum Ende nach 107 Spielminuten weitgehend ausgeglichen und stets spannend. Im ersten Durchgang hatten die Gäste leichtes Oberwasser, vor allem bekamen die Blaubären Skurios-Außenangreiferin Pia Mohr nicht entschärft – die den Satz mit 25:20 für die Borkenerinnen eintütete.

Aber die Flachter Frauen zeigten überragenden Kampfgeist. In den Folgesätzen lagen sie immer wieder in Rückstand, doch sie gaben sich zu keiner Sekunde geschlagen. „Wir haben immer dran geglaubt, das war unsere Stärke“, sagte Manuel Hartmann, „wir waren frei im Kopf und mutig.“

Kapitänin Frauke Neuhaus führte die Mannschaft zum Erfolg – die 32-Jährige wurde als wertvolleste Spielerin der Partie und als wertvollste Spielerin der Saison der Blaubären ausgezeichnet. „Wir haben das durchgezogen“, sagte Neuhaus, „wir haben uns hier und da dumme Fehler geleistet, aber jede hat für jede gekämpft.“ Nicht mehr dabeisein werden in der neuen Saison Julia Schneider (13 Spiele), Sara Marjanovic (35), Alina Stäbler (60) und Saskia Zuber (früher Lenk), die 66 Partien für den TSV absolvierte.