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  • Pokalfinalwochenende voller Emotionen für unsere U20- und U18-Mädels
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Pokalfinalwochenende voller Emotionen für unsere U20- und U18-Mädels

Am vergangenen Wochenende wartete auf unsere weibliche Jugend noch einmal das große Saisonhighlight: das Pokalfinalturnier. Sowohl die U20 als auch die U18 hatten sich in den vergangenen Wochen mit starken Leistungen durch die Pokalrunden gekämpft – und sich damit verdient ihren Platz im Finalwochenende gesichert. Was dann folgte, waren zwei Tage voller Einsatz, Teamgeist, Spannung und großer Emotionen.

Den Auftakt machte am Samstag die U20 in Holzgerlingen. Die Ausgangslage war alles andere als einfach: Aufgrund zahlreicher Absagen etablierter Spielerinnen musste der Kader kurzfristig mit Mädels aus der U18 und U16 ergänzt werden. Gerade einmal eine gemeinsame Trainingseinheit vor dem Turnier musste ausreichen, um sich einzuspielen. Umso klarer war die Devise: Als Turniermannschaft zusammenwachsen, von Spiel zu Spiel besser werden und gemeinsam alles auf dem Feld lassen.

Und genau das gelang zunächst beeindruckend gut. Entgegen aller Erwartungen spielte sich das Team mit viel Leidenschaft und Energie durch die Gruppenphase. Mit zwei klaren 2:0-Erfolgen gegen Korb/Beinstein und den Angstgegner aus Biberach zogen unsere Mädels souverän ins Halbfinale gegen Freudental ein. Die Motivation war riesig, doch ausgerechnet in diesem Spiel zeigte die Mannschaft ihre schwächste Leistung des Tages und musste sich dem späteren Turniersieger verdient mit 0:2 geschlagen geben.

Im Spiel um Platz drei gegen Korb/Beinstein war die Enttäuschung spürbar, und die letzten Reserven fehlten. Trotz großem Kampfgeist ging die Partie knapp mit 1:2 verloren. Am Ende stand für die U20 ein starker vierter Platz – ein Ergebnis, das nach dieser langen und intensiven Saison allen Grund zum Stolz gibt.

Besonders emotional wurde es im Anschluss bei der Verabschiedung von zwei verdienten Jugendspielerinnen. Lisa Lettner und Lena Schwarz schlagen in der kommenden Saison nur noch bei den Damen auf und werden Flacht verlassen. Bei Paula Bertleff besteht noch die Hoffnung, dass sie der U20 in Teilen erhalten bleibt und den jungen Spielerinnen weiterhin mit ihrer Erfahrung zur Seite steht – auch wenn sie im Damenbereich voraussichtlich für einen anderen Verein auflaufen wird.

Am Sonntag war dann die U18 in Tübingen an der Reihe – wobei man fast sagen muss: unsere U16. Dass sich dieses junge Team überhaupt für das Finalturnier qualifizieren konnte, war bereits eine kleine Sensation. Erst vor zwei Wochen mussten die Mädels in der Trostrunde ein Turnier gegen vier andere Teams gewinnen, um das Finalticket zu lösen – und meisterten auch diese Aufgabe mit beeindruckender Selbstverständlichkeit.

Mit einem vollen Kader von 14 Spielerinnen ging es also ins Finalturnier. Das Halbfinale war das erklärte Ziel – und schon in der Gruppenphase zeigten die Mädels, dass mit ihnen zu rechnen war. Mit Siegen gegen Metzingen (2:0) und Tübinger Modell (2:1) schloss Flacht die Vorrunde als Gruppenerster ab. Im Halbfinale wartete Bad Waldsee, doch auch dort ließen unsere Spielerinnen keinen Zweifel an ihrer Entschlossenheit. Mit einem klaren 2:0 zogen sie hochverdient ins Finale ein.

Dort wartete mit Friedrichshafen der große Favorit. Was die beiden Teams anschließend auf das Feld brachten, war an Spannung, Dramatik und Emotionen kaum zu überbieten. Beide Mannschaften zeigten Volleyball auf bemerkenswert hohem Niveau für diese Altersklasse. Den ersten Satz gewann Flacht mit 25:18, im zweiten Satz schlug Friedrichshafen mit 25:17 zurück. Also musste der Tiebreak die Entscheidung bringen.

Beim Stand von 6:8 aus Flachter Sicht wurden die Seiten gewechselt. Doch unsere jungen Mädels gaben sich zu keinem Zeitpunkt auf, kämpften sich zurück und lagen kurz vor Schluss sogar mit 14:11 in Führung. Der ganz große Triumph war zum Greifen nah. Doch Friedrichshafen wehrte die Matchbälle ab, und am Ende mussten sich unsere überwiegend aus U16-Spielerinnen bestehende Mannschaft denkbar knapp mit 14:16 geschlagen geben.

Nach den ersten Tränen überwog jedoch schnell der Stolz. Platz zwei in der Pokalrunde – damit hatte vor dem Turnier wohl niemand gerechnet: weder die Mädels selbst noch Trainer oder Eltern. Umso größer war am Ende die Freude über eine Leistung, die Mut macht und zeigt, welches Potenzial in dieser jungen Mannschaft steckt.

So fuhren die Spielerinnen am Ende müde, aber mit einem guten Gefühl nach Hause – nachdem sie ihre Trainer sogar noch davon überzeugt hatten, dass am Montag natürlich kein trainingsfreier Tag notwendig sei. Der Blick geht nun voller Zuversicht nach vorn: Unsere U18 will in der kommenden Saison mit ihrer jungen Truppe die Leistungsstaffel aufmischen, und auch die U20 hat am Samstag eindrucksvoll gezeigt, dass in der neuen Runde die ein oder andere Überraschung möglich ist. Nach den Pfingstferien wird in den verschiedenen Trainingsgruppen wieder gearbeitet – mit Vorfreude, Ehrgeiz und dem festen Willen, an dieses besondere Pokalfinalwochenende anzuknüpfen.