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Binder Blaubären TSV Flacht trotzen dem dritten Giganten

Binder Blaubären TSV Flacht trotzen dem dritten Giganten

Die Binder Blaubären TSV Flacht haben nach Stuttgart und Schwerin auch die Partie gegen den Dresdner SC absolviert. Beim 0:3 gegen den Vizemeister zeigte die Mannschaft erneut beeindruckende Nehmerqualitäten. Der Dresdner SC stand unter Druck. Nur eines der ersten drei Spiele gewonnen zu haben, was für die Blaubären aus Flacht ein Traumstart ist, genügt den Ansprüchen des Giganten aus der sächsischen Landeshauptstadt kein bisschen. Für Alexander Waibl und sein Starensemble hieß es daher: Zugzwang im Duell mit dem frechen Underdog aus dem Heckengäu.

Dresdens Starensemble setzt sich durch
Dies spiegelte sich auch in Dresdens Aufstellung wider: Die hochkarätigen Neuzugänge um Nationalspielerin Sarah Straube und die bereits im Vorjahr überragende Mackenzie Foley prägten das Spiel des DSC. Auch die weiteren internationalen Topspielerinnen um die Amerikanerinnen Maia Dvoracek und Morgan Geddes sowie die Kanadierinnen Raeven Chase und Katerina Georgiadis erhielten den Vorzug vor den Dresdner Eigengewächsen Florentina Rosemann und Emilia Schaarschmidt. Spät im Spiel ermöglichte Dresdens Luxuskader Coach Waibl zudem die Einwechslung der Nationalspielerin Lena Kindermann.

Doch eine Dominanz des Gastgebers blieb zunächst aus. Denn die Gäste aus dem Süden machten keinerlei Anstalten, sich als leichte Beute zu präsentieren. Angetrieben von einer stimmgewaltigen Fanschar wehrten sich die Blaubären nach besten Kräften, hielten den haushohen Favoriten lange in Schlagdistanz und konnten sich sogar eine Führung erspielen. Am Ende setzte der DSC seine internationale Qualität durch und entschied den ersten Satz knapp mit 25:22 für sich.

Flacht kämpft bis zum Schluss
Die Blaubären stemmten sich mit allem, was sie hatten, gegen die rote Übermacht. Die Mannschaft um Kapitänin Frauke Skrabak warf sich in jeden Ball und hielt dem schnellen und druckvollen Spiel der Dresdnerinnen mit vollem Einsatz stand. Wie kräftezehrend das kontinuierliche Ankämpfen gegen die Profis auf der Gegenseite war, zeigte sich im zweiten Satz. Mehr Bälle waren für den Außenseiter unerreichbar, die Anstrengungen wurden kaum noch belohnt. Mit 25:16 ging auch der zweite Durchgang an die Gastgeber.

Doch selbst mit dem Rücken zur Wand gaben sich die Gäste längst nicht auf und zeigten ihren Anhängern erneut die Leidenschaft, für die der TSV Flacht steht. Wieder konnten die Spielerinnen in den schicken schwarz-grauen Auswärtstrikots den DSC in Rückstand bringen, mussten sich am Ende dennoch mit 17:25 geschlagen geben. Trotzdem waren die Fans begeistert: Vor den leeren Heimtribünen feierten sie ihre Mannschaft nach dem Spiel ausgelassen mit Sprechchören.

Lara Schaefer überzeugt als MVP
Feiern lassen durfte sich auch Lara Schaefer. Die Flachter Libera sicherte sich bei ihrem vierten Einsatz für die Binder Blaubären ihre erste MVP-Medaille. Doch nicht erst dieser Auftritt rechtfertigte eine solche Auszeichnung. Die 20-jährige Neuzugangsspielerin vom USC Münster hat die Position auf ein ganz neues Level gehoben. Die Annahme hat sich unter Schaefer massiv stabilisiert, auch in der Abwehr sorgt sie mit heldenhaften Reflexen und spektakulären Rettungsaktionen für Furore.

Doch nicht nur sportlich macht Schaefer die Mannschaft besser. Die Spielerin im magentafarbenen Trikot hat auf Anhieb eine Führungsrolle in der jungen Blaubären-Mannschaft übernommen und leitet ihre Mitspielerinnen als emotionaler Fixpunkt energisch an. DSC-Coach Waibl kürte die Nummer 2 zur verdienten MVP.

Nächste Herausforderung wartet in Aachen
Viel Zeit zum Ausruhen bleibt dem TSV-Tross, der unmittelbar nach dem Spiel die Heimfahrt ins Heckengäu antritt, nicht. Bereits am kommenden Mittwoch steht die nächste Auswärtsprüfung bei den Ladies in Black Aachen auf dem Programm. Der couragierte Auftritt in Dresden macht Lust auf die nächsten Spiele.