Eigengewächs des TSV Flacht sammelt Spielminuten in der Volleyball-Bundesliga.
Einen besseren Einstand kann man kaum haben: Gegen den ETV Hamburg wurde Emily Hachenberg eingewechselt, nur Sekunden später erzielte sie einen Punkt in ihrem ersten Bundesliga-Spiel. „Ich war schon aufgeregt, als ich aufs Feld lief“, erzählt die 18-Jährige, „direkt den Punkt zu machen, das war cool.“ Damit hat die Angreiferin Geschichte im TSV Flacht geschrieben: Sie ist das erste Eigengewächs der Blaubären in der ersten Liga. Nach dem Match durfte sie zahllose Hände schütteln. „Es war ein wahnsinniges Gefühl“, erzählt die Gymnasiastin, „wie viele mir gratuliert haben.“ In allen vier Partien hat Hachenberg Spielminuten gesammelt, das wird wohl auch am Sonntag (15 Uhr) so sein, wenn die Blaubären SW Erfurt empfangen. Es sind Kurzeinsätze, der Teenager ist keine Stammkraft – auch weil sie als Diagonalangreiferin die Position spielt wie Kapitänin Frauke Skrabak, die gesetzt ist. Trainer Manuel Hartmann schickt das Talent aufs Feld, damit es Erfahrung sammelt. „Es stand nicht fest, dass ich so viel Spielzeit kriege“, sagt Hachenberg, „es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass der Trainer mir vertraut und dass ich das hinbekomme.“ Seit sechs Jahren trägt die 1,91 Meter große Volleyballerin das TSV-Trikot. Neben den Blaubären sammelte Hachenberg zwei Jahre Erfahrungen im Landeskader Baden-Württemberg sowie am Bundesstützpunkt Stuttgart 2 in der Oberliga und Regionalliga. Bundesliga, das ist eine andere Hausnummer. „Das ist ganz anders“, erzählt die junge Frau, „auch das Training ist mit viel höherer Intensität. Der Schritt ist sehr, sehr groß.“ Emily Hachenberg wird im ersten Lehrjahr Bundesliga vom Trainerteam wie den Teamkolleginnen unterstützt. Die Tipps von Frauke Skrabak schätzt sie sehr, weil „sie mir unheimlich viel beibringen kann“. Hachenbergs Saisonziel: „Ich will nicht nur spielerisch, sondern auch menschlich einen Schritt nach vorn machen. “

