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News

Binder Blaubären TSV Flacht: BRITTA BLEIBT

Wir haben wieder tolle Nachrichten! Britta Schammer bleibt eine weitere Saison bei den Binder Blaubären TSV Flacht!

Brit, die seit der Saison 2024/25 als Mittelblockerin bei uns spielt, hat uns verraten, was sie am Team und Verein schätzt und worauf sie sich am meisten freut.

Auf die Frage nach ihrem Lieblingsmoment in der letzten Saison, nannte sie die Rückkehr von Leo aufs Feld. „Als Leo wieder mit uns auf dem Feld stand,“ war ihr emotionaler Höhepunkt. 

Was sie am Team am meisten liebt? Die gegenseitige Unterstützung bei der Büchersuche. „Ich liebe an der Mannschaft, dass man sich gegenseitig immer neue Buchtipps geben oder auch Bücher ausleihen kann - so werden die Auswärtsfahrten nie langweilig,“ verrät sie. Außerdem schätzt sie die unermüdliche Unterstützung der Helfenden, die zu jeder Tages- und Nachtzeit alles in Bewegung setzen, „dass wir unter bestmöglichen Voraussetzungen spielen können. 💙“

Worauf freust du dich in der kommenden Saison? „Ich freue mich, mich nach 10 Jahren 2. Bundesliga in der höchsten Spielklasse Deutschlands beweisen zu dürfen,“ sagt sie.

Neben ihrer Rolle als Mittelblockerin ist Britta im Team als organisatorisches Talent bekannt. Nachfragen zu Organisatorischem oder zu Aufgaben und Terminen gehen im Team glaube häufig an sie.

Und wer hätte das von Brit gedacht? „Ich war in der Jugend eine bessere Badmintonspielerin als Volleyballerin - deshalb war ich nie in einem Kader und hab´s jetzt trotzdem irgendwie in die 1.Liga geschafft.“ Eine wichtige Lebensweisheit gibt sie uns direkt mit: „Lasst euch also nicht einreden, dass das nicht möglich ist.“

Wir freuen uns sehr, Britta auch in der kommenden Saison im Team zu haben! Lasst uns die kommende Saison zu einem weiteren Highlight machen!

📸 Simon Michelsen | Nils Wüchner


Blaubären atmen auf: Halle wird ertüchtigt

Das Bundesliga-Abenteuer der Volleyballerinnen des TSV Flacht kann endgültig beginnen. Die Heckengäusporthalle soll künftig bis zu 500 Zuschauer fassen.

Leonberger Zeitung vom 05.08.25 | Torsten Schöll

Als Michael Kaiser die Entscheidung des Weissacher Gemeinderates erfuhr, war es für den Volleyball-Manager des TSV Flacht in etwa so, als hätten die Blaubären gerade in letzter Sekunde einen sportlichen Abstieg vermeiden. „Wir sind alle sehr erleichtert“, sagte Kaiser, „wir sind sehr dankbar, dass der Gemeinderat mit deutlicher Mehrheit diesen Beschluss gefasst hat.“

Die Heckengäusporthalle wird ertüchtigt, sodass eine Nutzungsänderung erfolgen kann – von einer Sportstätte in eine Versammlungsstätte. Dafür werden verschiedene Umbaumaßnahmen erfolgen und damit können künftig bis zu 500 Sportfans zugelassen werden. „Das ist eine sinnvolle Investition in den Sport“, sagte Michael Kaiser und betonte: „Davon profitieren alle Nutzer und nicht ausschließlich die Volleyballerinnen.“

Es war im Vorfeld lange um diese Nachrüstung gerungen worden. Sogar eine Petition war in die Wege geleitet worden, um zu verhindern, dass die Heckengäusporthalle II in Weissach ertüchtigt wird, damit künftig mehr Besucher die Spiele der Volleyballerinnen live verfolgen können. Nun ist es amtlich: die Kapazitätserweiterung kommt.

In der kommenden Saison werden die Blaubären in der Bundesliga auflaufen – schon in der abgelaufenen Spielzeit lockten die Sportlerinnen im Schnitt beinahe 400 Besucher pro Heimpartie in die Heckengäusporthalle II, wo die Mannschaft seit der Spielzeit 2023/2024 ihre Heimat gefunden hat. Aufgrund einer Ausnahmegenehmigung waren bislang 433 Zuschauer maximal erlaubt.

Um die wirtschaftliche Nutzung zu verbessern, wünschte sich der TSV Flacht für seine Frauen-Mannschaft, dass die Halle für bis zu 750 Zuschauer zugelassen werde. Diese Zahl kann auf Grundlage einer kürzlich durchgeführten fachtechnischen Prüfung durch einen Umbau zwar nicht ganz erreicht werden. Wie die Gemeindeverwaltung aber betont hat, seien bis zu 500 Besucher „realisierbar“. Bis dato waren aufgrund der Nutzung als Sportstätte eigentlich nur 200 Zuschauer in der Halle erlaubt, nur aufgrund der zeitlich begrenzten Sondergenehmigung durften bei den Volleyballspielen in der Zweiten Liga Pro mehr Besucher auf die Ränge gelassen werden.

Der Gemeinderat gab dem Vorhaben am Montag vergangener Woche nach kurzer Debatte und bei vier Gegenstimmen grünes Licht: Möglich gemacht werden kann die Erhöhung der Kapazität durch eine formale Nutzungsänderung. Statt als Sportstätte wird die Halle in Zukunft als Versammlungshalle geführt. Da es an eine solche zahlreiche Anforderungen gibt, die die Heckengäusporthalle II bislang noch nicht erfüllt, müssen zuvor entsprechende Umbaumaßnahmen erfolgen: Die Installation einer Lüftungsanlage, eines Brandmelde- und Rauchwarnsystem sowie einer Sicherheitsbeleuchtung – und auch die Flucht- und Rettungswege müssen optimiert werden. Mit knapp 800 000 Euro soll die Ertüchtigung der Halle laut Verwaltung zu Buche schlagen.

Die Entscheidung des Gemeinderats wurde in Weissach mit Spannung erwartet. Im Vorfeld hatte vor allem der TSV Weissach gegen den Plan mobil gemacht. Sogar eine Petition wurde gestartet. Zum einen fürchtete man die Umbauzeit, die zu fehlenden Trainingszeiten führen könnte. Zum anderen sah manche einer in den Plänen eine grundsätzliche Bevorzugung des TSV Flacht und seiner Volleyball-Mannschaft.

Sichtlich Mühe gaben sich Bürgermeister Jens Millow (parteilos) und einige Gemeinderäte insbesondere Letzteres auszuräumen: Gleich mehrfach wurde im Gremium betont, dass man mit der Entscheidung für den Umbau nicht in den TSV Flacht investiere, sondern „in die Zukunft der Halle“. Von der Kapazitätserweiterung würden künftig alle profitieren.

Damit steht dem Start der Blaubären in die Bundesliga-Saison am 11. Oktober nichts mehr im Wege. Hätte die Gemeinde nicht in die Umbauten investiert und wäre die Ausnahmegenehmigung abgelaufen, sodass nur noch 200 Zuschauer maximal möglich gewesen wären, hätte der TSV Flacht das Erstliga-Engagement wirtschaftlich kaum stemmen können. Ob die Volleyball-Liga (VBL) eine Maximalkapazität von 200 Fans bei einem Erstligisten akzeptiert hätte, steht auf einem ganz anderen Blatt. „Nun haben wir Planungssicherheit“, sagt Blaubären-Manager Kaiser, „und wir können bei der Ticketvermarktung richtig Gas gegen.“